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Kommunikationspartner

Die Perspektive Kommunikation, Nachrichten… umfasst die ASYS-Repositoryobjekte der Nachrichten, Kommunikationspartner und Kommunikationsjobs des ASYS-Kommunikationsservers. Die genannten Objektklassen sind global für alle Repository-Standorte gültig und nutzbar.

Die in dieser Perspektive konfigurierbaren Repository-Objekte sind:

  • Nachrichten: Die Nachrichten sind die Nachrichtentypen, mit denen Datensätze zwischen ASYS-Repository-Standorten manuell oder automatisch ausgetauscht werden können. Jeder Nachrichtentyp stellt dabei einen Ausschnitt des ASYS-Datenmodells dar, wobei dieser Ausschnitt sich über eine oder mehrere miteinander verknüpfte Tabellen des Datenmodells erstreckt (Kommunikationsbaum). Zu jedem Nachrichtentyp können zwei Tochterobjekte gehören:
    • Regelmenge: Für den Empfang einer Nachricht eines bestimmten Nachrichtentyps kann diesem jeweils eine Nachrichtenregelmenge zugeordnet sein. Eine Nachrichtenregelmenge ist auf die gleiche Weise aufgebaut, wie ein Prüfplan für die Oberfläche. Das Ergebnis wird - wie das Ergebnis des Oberflächenprüfplans - in einer Fehlerprotokolltabelle des jeweiligen Datensatzes in der Datenbank gespeichert.
      Wichtig: Mit ASYS7 ist der Prüfmechanismus geändert worden: Beim Nachrichteneingang wird zunächst der Nachrichtenprüfplan und anschließend der Oberflächenprüfplan ausgeführt. Aus diesem Grunde sind im Nachrichtenprüfplan nur noch Prüfungen enthalten, die beim Nachrichteneingang zusätzlich ausgeführt werden sollen - z.B. die Prüfung auf Einhaltung des erlaubten Wertebereiches für Datumsangaben. Die Prüfungen, die in bislang in beiden Prüfplänen enthalten waren, sind nun nur noch im Oberflächenprüfplan enthalten.
    • Empfängerermittlung: Für einen automatischen Abgleich aller Datensätze in ASYS, die in mehr als nur einer Datenbank (entspricht in der Regel einem Bundesland) auf einem einheitlichen Stand gehalten werden sollen, können die betreffenden Datensätze mit Empfängerermittlungsskriptmengen versehen werden. In diesen Skriptmengen - sie bestehen, vergleichbar zu Regelmengen, aus Skriptgruppen und diese wiederum aus Skripten - lassen sich ein oder mehrere Empfänger aus der Liste der Kommunikationsparter als Empfänger einer Nachricht des jeweiligen Typs ermitteln. Mit den Skripten ist es möglich, die Datensätze in Abhängigkeit ihres Inhalts (z.B. behördlichen Nummern von Beteiligten oder behördliche Nummern von Vorgängen) nur den jeweils betroffenen Empfängern (meist die ASYS-Knotenstellen der Bundesländer) zuzusenden. Für einen Datensatz wird nur dann geprüft ob bzw. welche Empfänger ihn erhalten sollen, wenn er seit der letzten Versendung verändert wurde.
  • Kommunikationspartner: Kommunikationspartner sind Repository-Standorte. Einstellungen zur Kommunikation, die pro Sender/Empfänger vorgenommen werden müssen, sind dieser Objektart zugeordnet.
    Kommunikationspartner gibt es in zwei Hauptvarianten, als 'normale' ASYS-Kommunikationspartner und als WebService-Kommunikationspartner. Da sich diese beiden Varianten in wichtigen Konfigurationsparametern unterscheiden, werden sie zwar gemeinsam im Objektbaum verwaltet, aber mit unterschiedlichen Objektklassenicons angezeigt.
  • Kommunikationsjobs: Die automatisierte Kommunikation wird vom ASYS-Kommunikationsserver (AsysComServer) erledigt. In der Standardkonfiguration findet dieser Service in vier separaten Schritten statt:
    • PreVersand: Ermittlung aller zu versendenden Datensätze und Ermittlung der Empfänger anhand der Empfängerermittlungsskripte. Generierung von Nachrichten im ASYS-internen XML-Format für alle Datensatz-Empfänger-Pärchen.
    • OSCI-Versand: Versand aller generierten Nachrichten via OSCI-Protokoll an das jeweilige Empfängerpostfach der Kommunikationspartner in der VPS der ZKS-Abfall. Der OSCI-Versand verschickt alle ASYS internen Nachrichten aus dem '…Outgoing-Ordner' an die VPS. Hierbei werden die OSCI-Quittungen geordnet abgelegt und es erfolgt eine Protokollierung in den Versandtabellen.
    • OSCI-Empfang: Empfang aller Nachrichten aus dem eigenen VPS-Postfach in der ZKS-Abfall via OSCI-Protokoll. Der OSCI-Empfang lädt alle Dateien von Ihrem Postfach bei der VPS auf Ihren Kommunikationsrechner herunter. ASYS interne Nachrichten werden dabei in dem eingetragenen 'Empfangsordner' Ihres eigenen Repository-Standortes gespeichert. BMU-Nachrichten werden in dem eingetragenen 'Empfangsordner' des externen Kommunikationspartner mit dem Nachrichtentyp 'BMU-XML' gespeichert. Die Daten werden noch nicht importiert, es findet noch keinerlei Protokollierung statt und es werden auch noch keinerlei Quittungen erstellt und versandt. Dies geschieht alles erst bei der Ausführung des Jobs 'Empfang'.
    • Empfang: Verarbeitung aller zuvor aus dem VPS-Postfach entgegengenommenen Nachrichten, inklusive Prüfung mit der Regelmenge des Nachrichtentyps, Integration des Datensatzes in die Datenbank und Generierung einer BMU-Quittung als ausgehende Nachricht (nur für empfangene BMU-Nachrichten).
      Diese Schritte können in einem konfigurierbaren Zeitraster automatisch im Kommunikationsserver gestartet werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eigene Kommunikationsjobs zu definieren, die auf den hier genannten vier Typen basieren.
    • Empfang aus RG: Aus Registerauszügen können eingebettete BMU-Dokumente durch die Anwender für einen Import in die ASYS-Datenbank bestimmt werden. Diese lassen sich über den Konfigurationsparameter AsysComServerImpl.BMUEinzelempfangDir in ein separates Importverzeichnis ablegen, aus dem normale Empfang-Jobs keine Dokumente importiert. Kommunikationsjobs des Typs Empfang aus RG importieren hingegen nur aus diesem Verzeichnis. Auf diese Weise kann für den Einzelimport von Registerdokumenten ein eigenes Zeitraster konfiguriert werden, welches unabhängig vom restlichen Empfangszeitplan ist.
    • Freier Job: Ein Kommunikationsjob dieses Typs führt keine Kommunikation im eigentlichen Sinn aus, sondern dient dem Zweck, zeitgesteuert einen oder zwei Batch-Jobs (Pre Batch und Post Batch) auszuführen.
  • AsysServer: Der ASYS-Kommunikationsserver (AsysComServer), der ASYS-WebServer (AsysWebServer) und der ASYS-Funktionsserver (AsysJobServer) arbeiten als eigenständige Serverprozesse. Damit diese Programme überwacht und beeinflusst werden können, müssen ihre IP-Adressen bzw. DNS-Namen hinterlegt werden.
  • Freie Empfängerermittlungsskriptmengen: So wie sich Regelmengen als 'freie Regelmengen' ohne Zuordnung zu einer Maske im Repository für eine spätere Verwendung vorhalten lassen, können auch Skriptmengen der Empfängerermittlung ohne Zuordnung zu einer Nachricht als 'freie Empfängerermittlungsskriptmenge' verwaltet werden. Im Unterschied zu den 'freien Regelmengen' können 'freie Skriptmengen' auch bearbeitet werden.
2019/10/11 08:55 · Eckhard Flor

Tab-Reiter eines Kommunikationspartners im Bearbeitungsbereich

Der Tab-Reiter eines Kommunikationspartners besteht zuoberst aus zwei Abschnitt mit allgemeinen Angaben, an den sich darunter zwei Tab-Reiter mit den Kennungen und Kommunikationsrechten anschließt:

Kommunikationspartner

Der Abschnitt Kommunikationspartner umfasst die Eigenschaften eines Standortes, der als Kommunikationspartner eingerichtet wird. Für diese Kommunikationspartner gilt: Der ASYS-Kommunikationsserver baut eine Verbindung mit einem Postfach der VPS der ZKS-Abfall auf und verschickt oder empfängt Nachrichten in das oder aus dem Postfach.

  • Name: Der Name des Kommunikationspartners ergibt sich aus dem Namens des Standortes. Er wird hier nur angezeigt und ist nicht änderbar. Rechts daneben wird die zugehörige Standortkennung angezeigt.
  • Empfangsordner: Der Empfangsordner ist der Ordner im Dateisystem, in dem die Nachrichten des entsprechenden Kommunikationspartners abgelegt werden. Mittlerweile sollten hier nur noch dann unterschiedliche Empfangsordner definiert werden, wenn es sich um unterschiedliche Nachrichtenformate handelt. Die Pfade sind als absolute Pfade einzutragen. Der Empfangsordner für alle ASYS internen Nachrichten ist am eigenen Standort einzutragen. Der Pfad kann über den Button Pfad auswählen Button Pfad auswählen mit einem Standard-Dateiauswahldialog des Betriebssystems ausgewählt werden.
  • im Verbund: Das Ankreuzfeld im Verbund zeigt an, ob der entsprechende Kommunikationspartner Mitglied im ASYS-Verbund ist.
  • ASYS-interne Quittierung: Das Ankreuzfeld Quittierung zeigt an, ob von dem entsprechenden ASYS-Kommunikationspartner eine Quittung für versandte Nachrichten erwartet wird. Für die ASYS-Kommunikationspartner (die Knotenstellen) sollte dieses Feld obligatorisch gesetzt werden, für andere Kommunikationspartner (im Verbund ist nicht angekreuzt) ist dieses Feld in der Regel nicht zu setzen, da diese Partner die ASYS-interne Quittierung überwiegend nicht beherrschen. Für sie werden andere Protokolle mit eigenen Quittierungsmechanismen eingesetzt (z.B. OSCI-Protokoll für die Kommunikation mit der ZKS) oder auf eine Quittierung verzichtet.
  • Nachrichtenformat (wenn nicht im Verbund): Das Auswahlfeld Nachrichtenformat ist immer dann zu belegen, wenn das Ankreuzfeld 'im Verbund' nicht gesetzt ist. Festgelegt wird dann das grundlegende Format der Daten für den Im- und ggf. auch den Export.

    Hinweis:

    Nur Kommunikationspartner, die einen eigenen ASYS-Standort mit ACS betreiben oder eine Kommunikationsschnittstelle aufweisen, die das ASYS interne XML-Format vollständig unterstützt, können als 'im Verbund' gekennzeichnet werden. Alle anderen Kommunikationspartner dürfen diese Eigenschaft nicht zugesprochen bekommen.

    Es ist darauf zu achten, dass Kommunikationspartner im ASYS-Verbund sich gegenseitig als solche konfigurieren, wenn sie sich wechselseitig Nachrichten zusenden. Andernfalls sind Probleme beim Datenempfang die Folge.


    Es können drei Nachrichtenformate ausgewählt werden:

Format Erläuterung
BMU-XML Der Kommunikationspartner sendet und empfängt Nachrichten im Format der BMU-XML-Schnittstelle.
Text-CSV Der Kommunikationspartner sendet und empfängt Nachrichten in einem kommaseparierten1) Textformat
Extern-XML Der Kommunikationspartner sendet und empfängt Nachrichten in einem anderen XML-Format, als dem ASYS-internen- oder BMU-XML-Format.
  • Wiederholungszeit (in Stunden): Das Feld Wiederholungszeit nimmt die Anzahl Stunden auf, nach denen eine Nachricht erneut versendet wird, wenn keine Quittung vom Empfänger - dem Kommunikationspartner - zurückgekommen ist. Diese Angabe wird nur bei gesetztem Ankreuzfeld Quittierung ausgewertet. Ist die Anzahl auf 0 Stunden eingestellt, erfolgt niemals ein erneuter Versand, unabhängig vom Ankreuzfeld Quittierung.
  • Bei Empfang weiterleiten: Nachrichten von diesem Kommunikationspartner werden automatisch auf 'zu versenden' gesetzt und bei nächster Gelegenheit in Abhängigkeit vom Ergebnis der Empfängerermittlungsskriptmengen der Nachrichtentypen weitergeschickt.
  • Dateianhänge (nicht BMU) versenden/empfangen: Für den Kommunikationspartner werden bei entsprechend ausgezeichneten Nachrichtentypen Dateianhänge angehängt bzw. entgegengenommen.
  • Info: Das Info-Feld kann für eine interne Dokumentation genutzt werden.

Behördliche Nummer - Zertifikat

Die ASYS-interne Kommunikation findet über die Virtuelle Postelle VPS der ZKS-Abfall statt. Hierzu werden ASYS-interne Nachrichten in das jeweilige Knotenstellenpostfach des Empfängerbundeslandes übermittelt. Das Postfach ist identifiziert durch die Behördliche Nummer (zzgl. Prüfziffer), unter der die Knotenstelle bei der ZKS-Abfall registriert ist.

Zum Postfach gehört außerdem der öffentliche Zertfikatsteil des Verschlüsselungszertifikats für den Postfachinhaber. Das Zertifikat wird über den Button Zertifikat auswählen Button Zertifikat auswählen zugewiesen. Das Zertifikat wird dazu über einen Standard-Dateiauswahldialog des Betriebssystem ausgewählt. Der Dateifilter ist auf die übliche Dateiendung *.cer für öffentliche Zertifikate eingestellt. Kann die zugewiesene Datei als Zertifikat identifiziert werden, so erscheint das Ablaufdatum der Zertifikatsgültigkeit im Feld Gültig bis2). Soll ein anderes Zertifikat zugewiesen werden, so ist ebenfalls der zuvor genannte Button zu verwenden. Soll dem Kommunikationspartner kein Zertifikat mehr zugewiesen sein, ist der Button Zertifikat lösen Button Zertifikat lösen zu verwenden. Mit dem Button wird ausschließlich der Verknüpfung mit der Zertifikatsdatei gelöscht, die *.cer-Datei bleibt davon unberührt.

Achtung: Der hier vergebene Pfad auf diese Datei muss auf dem Kommunikationsrechner, auf dem der Kommunikationsserver läuft, auch auf die Zertifikats-Datei zeigen!

Listenbereich

Der untere Teil des Bearbeitungsbereichs enthält zwei Tab-Reiter.

Kommunikationskennungen

Mindestens eine Kommunikationskennung pro Kommunikationspartner wird benötigt, um den Partner innerhalb einer Empfängerermittlung als Empfänger einer Nachricht festlegen zu können. Die Kennungen müssen über alle Kommunikationspartner eindeutig sein!

Für einen Kommunikationspartner können auch mehrere Kennungen vergeben werden. Sie lassen sich über die Funktion sc.standortID(Zeichenkette) (s. Prüfregelausdrücke) in die Kennung des Repository-Standortes umwandeln.

Beispiel: Eine Behörde ist für bestimmte Betriebe zuständig, deren Nummern keinen geschlossenen Nummernkreis bilden.

Die Behörde wird als (virtueller) Repository-Standort unterhalb der eigenen Knotenstelle mit eigener Kennung erstellt und als Kommunikationspartner eingerichtet (das bedeutet nicht, dass dieser Kommunikationspartner tatsächlich jemals Nachrichten erhält oder verschickt!).

Alle behördlichen Nummern, für die die Behörde zuständig ist, werden als Kommunikationskennungen des Kommunikationspartners eingetragen. Für alle eingetragenen Kommunikationskennungen liefert die Funktion sc.standortID(Zeichenkette) die Kennung des Repository-Standortes. Mit diesem Ergebnis kann in einem Regionalen Filter die Zulässigkeit eines ändernden Zugriffs überprüft werden.

Hat der für die Behörde eingerichtete Standort die Kennung XYZ und der als Kommunikationspartner eingerichtete Standort eine Liste von Kommunikationskennungen bestehend aus behördlichen Nummern der Betriebe in eigener Zuständigkeit - darunter z.B. die behördliche Nummer X12345678 - so liefert der Aufruf sc.standortID("X12345678") das Ergebnis XYZ zurück.

Eine Kennung hinzufügen

Über der Kennungentabelle befindet sich der Button Kommunikationskennung neu anlegen Kommunikationskennung neu anlegen. Es öffnet sich ein Dialog zur Eingabe einer neuen Kennung.

Dialog Neue Kennung

Eine Kennung löschen

In der Liste wird die zu löschende Kennung markiert. Über den Button Kommunikationskennung löschen Kommunikationskennung löschen kann die Kennung nach einer Sicherheitsabfrage gelöscht werden.

Kommunikationsrechte

Liste der Kommunikationsrechte

Für die Kommunikation kann es notwendig sein, für jeden (externen) Kommunikationspartner zu bestimmen, welche Rechte dieser auf welchen (eigenen, lokalen) Daten hat. Einstellungen für Tabellen bzw. Views (Fachobjektemodellklassen) oder ihr Attribute sind nur notwendig, wenn Einschränkungen vorgenommen werden sollen. Nicht in den Kommunikationsrechten aufgeführte Klassen oder Attribute werden per Default uneingeschränkt im ASYS-Verbund versandt und empfangen.

Die hier einstellbaren Rechte beziehen sich immer auf den externen Kommunikationspartner zum Schutz der eigenen, lokalen Daten. Hierbei unterscheidet man die Rechte

  • Leserecht (nur Versand): Wenn ein Kommunikationspartner bestimmte Daten lesen darf, so können diese an ihn versandt werden und werden nicht herausgefiltert. Kann sowohl für einzelne Attribute, als auch für ganze Klassen (und damit ggf. Nachrichtenteile) gesetzt werden. Wird eine Klasse angegeben, gilt die Einstellung ebenfalls für alle abhängigen Klassen.
  • Einfügerecht: (nur Empfang): Ist dieses Recht gesetzt, so darf der Kommunikationspartner die vorhandenen Daten überschreiben, neue Daten hinzufügen und Daten löschen. Kann sowohl für einzelne Attribute wie auch für Klassen gesetzt werden. Wird eine Klasse angegeben, gilt die Einstellung ebenfalls für alle abhängigen Klassen.
  • Änderungsrecht: (nur Empfang): Wenn ein Kommunikationspartner bestimmte Daten ändern darf, so können diese von den von diesem Partner empfangenen Nachrichten überschrieben werden. Kann sowohl für einzelne Attribute wie auch für Klassen gesetzt werden. Die angegebenen Attribute/Klassen werden aus der Nachricht nicht übernommen und vorhandene abhängige bleiben erhalten, so dass die Wirkung derjenigen des Einfügens entspricht.
  • Attribut (wichtig für Empfang): Auch auf Attributebene kann ein Empfangsfilter gesetzt werden. Das Ankreuzfeld Attribut muss hierfür explizit gesetzt sein. Dieses Recht kann nur für Kopftabellen eines Aufgabenbereichs und für Klassen in einer 1:1-Beziehung zu dieser gesetzt werden. Eine Ausnahme hiervon bilden die Betriebsstätten. Obwohl nach der Kommunikationsbaumdefinition an einer FKB (Kopftabelle) mehrere Betriebsstätten 'hängen' können, besteht die Möglichkeit, die Datenrechte für die Attribute auf Betriebsstättenebene einzugrenzen. Die Pfadangabe hat dann nicht bei der FKB, sondern bei der Betriebsklasse zu beginnen.

Die Rechte auf Attributebene werden nur berücksichtigt, wenn ein Update eines bestehenden Datensatzes durchgeführt wird.

Die Datenrechte auf Attributebene werden folgendermaßen interpretiert:

  1. Kein 'Änderungsrecht' und kein 'Einfügerecht': Der Inhalt des Attributes aus dem Datensatz bleibt immer unverändert.
  2. Kein 'Änderungsrecht' aber 'Einfügerecht': Sofern der Inhalt des Attributes aus dem Datensatz nicht leer (null) ist bleibt er unverändert. Bei leer (null) wird der Inhalt aus der Nachricht importiert. (dieser Inhalt kann natürlich auch leer sein)
  3. 'Änderungsrecht' aber kein 'Einfügerecht' wie 1. da es nicht wirklich Sinn macht.

Beispiele für Klassen, für die Rechte auf Attributebene beim Import vergeben werden können:

Rolle Vorgang EN.[Attribut]
Rolle Vorgang EN.Entsorgungsnachweis.[Attribut]
Rolle Vorgang EN.Entsorgungsnachweis.Verantwortliche Erklaerung.[Attribut]
Rolle Vorgang EN.Entsorgungsnachweis.Annahmeerklaerung.[Attribut]
Rolle Betrieb Bef.[Attribut]
Rolle EFB.[Attribut]

Eine vollständige Auflistung aller Klassen, für die eine Rechtevergabe auf Attributebene durchgeführt werden kann, finden Sie hier.

Beispiele für Klassen, für die keine Rechte auf Attributebene beim Import vergeben werden können:

Rolle Betrieb Erz.Erzeuger.Abfall Erz.[Attribut]
Rolle Vorgang EN.Entsorgungsnachweis.Eingangsbestaetigung.[Attribut]

Die Rechte eines Kommunikationspartners können für jedes Attribut jedes Datenbereichs (nicht jedoch einzelner Datensätze) in verschiedenen Kontexten spezifiziert werden (mittels Pfadausdrücken). Für die Attribute der Datenbereiche ist das Recht zum Einfügen ohne Bedeutung. Eingefügt und gelöscht werden nur ganze Datensätze. Das Entziehen eines Rechtes für einen Attributpfad gilt automatisch rekursiv für alle Unterknoten. Die Standardvoreinstellung ist, dass jeder bei allen Attributen aller Datenbereiche in allen Kontexten (Pfadausdrücken) alles darf. Hiervon ausgeschlossen sind implizit übermittelte Katalog- oder Stammdaten. Hier ist nur Leserecht vorkonfiguriert. Vom Administrator werden also in der Regel keine Rechte gesetzt sondern Rechte aufgehoben.

Ein Kommunikationsrecht neu eintragen

Über der Tabelle der Kommunikationsrechte befindet sich der Button Kommunikationsrecht neu anlegen Kommunikationsrecht neu anlegen. Es öffnet sich ein Dialog zur Eingabe einer neuen Kennung.

Dialog Neuer Pfad

Mittels Strg+Leertaste kann ein kontextsensitiver Auswahldialog für Fachobjektemodellklassen und ihre Attribute geöffnet werden. Die Kontexthilfe besteht aus einer Liste aller Klassen des Fachobjektemodells (FOM) und einem Anzeigefenster für die im FOM integrierte Dokumentation zu einer Klasse.

Kontexthilfe über alle Klassen bei leerem Pfad

Rechtepfade werden - ausgehend von der Hauptklasse einer Nachricht - in der Punktnotation aufgebaut, die auch im CLASSES-Abschnitt von Abfragen verwendet wird. Wird hinter einem Klassennamen ein Punkt (.) gesetzt, so öffnet sich jeweils ein Auswahldialog aller Klassen (Icon für FOM-Klasse), die mit der vor dem Punkt stehenden Klasse im FOM verknüpft sind. Daran anschließend enthält die Liste alle Attribute (Icon für FOM-Attribut) der Klasse vor dem Punkt. Neben der Auswahlliste erscheint erneut ein Anzeigefenster mit der im FOM hinterlegten Dokumentation zur Klasse oder zum Attribut.

Kontexthilfe zu einer im Pfad eingegebenen Klasse

Die Auswahl aus den Auswahllisten erfolgt per Doppelklick. Wenn Sie die Kontexthilfe ohne Auswahl schließen wollen, genügt ein Druck auf die Esc-taste.

Die Kontexthilfe an dieser Stelle ist generisch programmiert, d.h. Sie erhalten immer alle Attribute zu einer Klasse zur Auswahl. Der Kontexthilfe liegen aber nicht genügend Informationen vor, um zu entscheiden, ob die o.g. Einschränkungen für die Kommunikationsrechte von Attributen gelten. Daher werden die Attribute auch dann zur Auswahl angeboten, wenn es sich nicht um die Kopftabelle handelt oder Tochterklasse nicht in einer 1:1-Beziehung zu Kopftabelle steht. Die o.g. Einschränkungen gelten aber trotzdem! Dem entgegenstehende Konfigurationen sind wirkungslos.

Ein Kommunikationsrecht löschen

In der Liste wird der zu löschende Pfad markiert. Über den Button Kommunikationsrecht löschen Button Kommunikationskennung löschen kann der Pfad zusammen mit den eingestellten Rechten nach einer Sicherheitsabfrage gelöscht werden.

Ein Standardset von Kommunikationsrechten eintragen

Über den Button Standardrechte übernehmen Button Standardrechte übernehmen kann ein Set von Standardrechteeinstellungen für einen Kommunikationspartner übernommen werden. Die Übernahme erfolgt nach einer Sicherheitsabfrage. Die neuen Einträge werden an das Ende der Liste angefügt. Falls die Übernahme in eine Liste vorhandener Kommunikationsrechte erfolgt, werden Doppeleinträge nicht verhindert!

Tab-Reiter eines Kommunikationspartners (WebService) im Bearbeitungsbereich

Der Tab-Reiter eines Kommunikationspartners besteht zuoberst aus zwei Abschnitt mit allgemeinen Angaben, an den sich darunter zwei Tab-Reiter mit den Kommunikationsbäumen und Kommunikationsrechten anschließt:

Kommunikationspartner - WebService

Der Abschnitt Kommunikationspartner - WebService umfasst die Eigenschaften eines Standortes, der als Kommunikationspartner via WebService mit ASYS kommunizieren soll. Für WebService-Kommunikationspartner gilt, dass sie einen Kommunikationsvorgang mit ASYS initiieren und der WebService-Server von ASYS auf Anfragen der konfigurierten Partner wartet. WebService-Kommunikationspartner können ausschließlich lesend auf den ASYS-Datenbestand zugreifen!

Der Name des Kommunikationspartners ergibt sich aus dem Namens des Standortes, wird hier nur angezeigt und ist nicht änderbar.

Das Ankreuzfeld im Verbund zeigt an, ob der entsprechende Kommunikationspartner Mitglied im ASYS-Verbund ist. Für WebService-Kommunikationspartner wird dieses Feld automatisch verwaltet und ist nicht änderbar.

Das Info-Feld kann für eine interne Dokumentation genutzt werden.

Zertifikat

Da die Kommunikation via WebService mit ASYS vom Kommunikationspartner initiiert wird, muss dieser sich aus Sicherheitsgründen gegenüber ASYS authentifizieren. Hierzu wird ein Zertifikat benötigt, dessen privater Teil vom Kommunikationspartner eingesetzt wird und dessen öffentlicher Teil hier dem Kommunikationspartner zugeordnet wird.

Das Zertifikat wird über den Button Zertifikat auswählen Button Zertifikat auswählen zugewiesen. Das Zertifikat wird dazu über einen Standard-Datei-öffnen-Dialog des Betriebssystem ausgewählt. Der Dateifilter ist auf die übliche Dateiendung *.cer für öffentliche Zertifikate eingestellt. Kann die zugewiesene Datei als Zertifikat identifiziert werden, so erscheint das Ablaufdatum der Zertifikatsgültigkeit im Feld Gültig bis3). Soll ein anderes Zertifikat zugewiesen werden, so ist ebenfalls der zuvor genannte Button zu verwenden. Soll dem Kommunikationspartner kein Zertifikat mehr zugewiesen sein, ist der Button Zertifikat lösen Button Zertifikat lösen zu verwenden. Mit dem Button wird ausschließlich die Verknüpfung mit der Zertifikatsdatei gelöscht, die *.cer-Datei bleibt davon unberührt.

Listenbereich

Der untere Teil des Bearbeitungsbereichs enthält zwei Tab-Reiter.

Anfragetypen

Die Anfragetypen stellen die verschiedenen Anfragen dar, die durch den Kommunikationspartner an den ASYS-WebService gestellt werden können. Jeder Anfragetyp besteht aus

  • einem Namen des Kommunikationsbaums unter dem die Anfrage gestellt wird. Zu einer Anfrage können Parameter gehören, die durch den anfragenden Kommunikationsinhaber mit Werten versehen werden müssen.
  • einer dem Kommunikationsbaum zugeordneten Abfrage, welche
    • die Parameter in die Bedingungen (CONDITIONS) aufnimmt und
    • eine oder mehrere Datensatz-IDs der Wurzel-Klasse des Kommunikationsbaums sowie
  • optional einer maximalen Anzahl an zurückgelieferten Datensätzen zu einer Anfrage.

Die Namen und die Struktur der Kommunikationsbäume werden durch die ASYS-Entwickler bereitgestellt und können im Administrator nicht neu vergeben, erstellt, verändert oder gelöscht werden.

Verschiedenen WebService-Kommunikationspartnern können aber unterschiedliche Untermengen der definierten Kommunikationsbäume als Anfragetypen zugeordnet werden. Darüberhinaus können je Partner und Anfragetyp/Baum unterschiedliche Abfragen zugeordnet werden, die durch geeignet angepasste Filterkriterien (CONDITIONS-Abschnitt) den Zugriff auf die jeweils gewünschte Teilmenge der durch den Baum erreichbaren Daten einschränken.

Der Baum zu einem Anfragetypen zeigt die Struktur der Datensätze an, die als Antwort auf die Anfrage zurückgeliefert werden.

Einen Anfragetypen neu anlegen

Ein Anfragetyp wird angelegt, in dem ein Kommunikationsbaum mittels Drag&Drop aus der Auswahlliste der Kommunikationsbäume rechts in die Liste der Anfragetypen eingefügt wird. Wenn er in der Liste gedroppt wird, so wird er am Ende der Liste angefügt. Mehrfachzuweisungen werden ignoriert.

Alternativ kann der Button Anfragetyp hinzufügen Button Anfragetyp hinzufügen über der Liste genutzt werden, um einen Auswahldialog aller für den WebService vorgesehenen Kommunikationsbäume anzuzeigen. Dieser Auswahldialog kann nach einem Namensbestandteil der Bäume gefiltert werden.

In beiden Fällen ist eine Mehrfachauswahl möglich4). Die Reihenfolge der Einträge am Ziel richtet sich nach der alphabetischen Reihenfolge der Baumnamen und nicht nach der Reihenfolge der Auswahl in der Auswahlliste bzw. dem -dialog.

Eine Abfrage wird mittels Drag&Drop aus der Auswahlliste der WebService-Abfragen rechts eingefügt. Die Abfrage muss in das Feld Abfrage gedroppt werden.

Alternativ kann der Button Abfrage auswählen Button Abfrage auswählen neben dem Feld Abfrage genutzt werden, um einen Auswahldialog aller für den WebService vorgesehenen Abfrage anzuzeigen. Dieser Auswahldialog kann nach einem Namensbestandteil der Abfrage gefiltert werden.

Die zugeordnete Abfrage wird mit ihrem Namen als Link in Feld Abfrage angezeigt. Mittels Strg+Linksklick auf den Link wechselt der Administrator zur Perspektive 'Prüfregeln, Abfragen…' und öffnet die Abfrage im Bearbeitungsbereich.

Die maximale Anzahl an zurückgelieferten Datensätzen ist per Default auf die Zahl 0 eingestellt, d.h. es gibt keine obere Grenze für die von ASYS zu einer Anfrage zurückgemeldeten Datensätze. Wird hier eine andere Zahl N eingetragen, liefert ASYS zu jeder Anfrage bis zu N Treffer aus der Abfrage zurück. Bei mehr als N Treffern liefert ASYS keine Datensätze mehr aus, sondern nur noch die Anzahl N der Treffer!

Einen Abfragetypen entfernen

In der Liste wird der zu entfernende Abfragetyp markiert. Über den Button Abfragetyp entfernen Button Abfragetyp entfernen kann der Abfragetyp des Kommunikationspartners nach einer Sicherheitsabfrage gelöscht werden. Der Kommunikationsbaum und die verknüpfte Abfrage bleiben unverändert erhalten.

Kommunikationsrechte

Für die Kommunikationsrechte gilt das bereits weiter oben zu den Kommunikationspartnern dokumentierte.

Mit den Kommunikationsrechten können einzelne Klassen oder Attribute der Kommunikationsbäume von der Übermittlung an den WebService-Kommunikationspartner ausgenommen werden. Hierzu ist jeweils ein entsprechender Pfad von der Baumwurzel zum auszuschließenden Objekt zu definieren und das 'Leserecht' nicht einzuräumen.


Weitere Informationen zu dieser Maske
keine
landesspezifische Zusatzinformationen: SH HH NI HB NW HE RP BW BY SL BE MV ST BB TH SN

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1)
Statt Kommata, können auch andere Trennzeichen verwendet werden, z.B. Semikolon.
2) , 3)
Andernfalls erfolgt bei dem Versuch der Verarbeitung eine Fehlermeldung und das Feld 'Gültig bis' bleibt anschließend leer.
4)
Windows-Standard: Per Shift-Linksklick für einen Bereich, per Strg-Linksklick auf einzelne Listeneinträge
  • adm6/nkj/kompartner.txt
  • Zuletzt geändert: 2019/10/10 12:32
  • von Eckhard Flor